Column #col1
Column #col2

- André Szabo
Prozesskostenhilfe
Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen kann durch das Familiengericht Prozesskostenhilfe (PKH) bewilligt werden. In Familiensachen hängt die Bewilligung von PKH in erster Linie von den Einkommens- und Vermögensverhältnissen ab.
Vermögen ist einzusetzen, soweit dies zumutbar ist entsprechend § 90 SGB XII.
Das so genannte einzusetzende Einkommen ermittelt sich wie folgt:
Durchschnittliches Bruttojahreseinkommen
abzgl. Lohn-/ Einkommensteuer
abzgl. Sozialversicherungsabgaben
abzgl. Werbungskosten
Arrayabzgl. Freibeträge*
abzgl. Wohnkosten inkl. Heizung
= einzusetzendes Einkommen
Je nach einzusetzendem Einkommen sind maximal 48 monatliche Raten zu leisten, die sich aus der Tabelle zu § 115 ZPO ergeben:
ArrayArray
| einzusetzendes Einkommen bis zu ... Euro | eine Monatsrate von ... Euro |
|---|---|
| bis 15 | 0 |
| 50 | 15 |
| 100 | 30 |
| 150 | 45 |
| 200 | 60 |
| 250 | 75 |
| 300 | 95 |
| 350 | 115 |
| 400 | 135 |
| 450 | 155 |
| 500 | 175 |
| 550 | 200 |
| 600 | 225 |
| 650 | 250 |
| 700 | 275 |
| 750 | 300 |
| über 750 | 300 |
| zuzüglich des 750 Euro übersteigenden Teils des einzusetzenden Einkommens |
Bei Änderungen der Einkommens- oder Vermögensverhältnisse kann die Bewilligung der PKH abgeändert werden. Die monatlichen Raten können den aktuellen Verhältnissen angepasst oder die Bewilligung kann ganz widerrufen werden.
* Freibeträge
monatlich, Stand Juli 2008:
• für Rechtsuchenden: € 386,00
• erwerbstätiger Rechtsuchender: € 176,00
• u. U. für Ehegatte/in: € 386,00
• sonstige Unterhaltsberechtigte: € 270,00
eigene Einkünfte von Ehegatte/in, bzw, sonstigen Unterhaltsberechtigten sind auf die Freibeträge anzurechnen

